Wir verstehen die Natur als unseren Erfahrungs- und Lebensraum, wobei das freie Spiel in der Natur im Vordergrund steht und wir als Pädagoginnen in den Hintergrund treten. Wir gehen auf die Bedürfnisse der Kinder ein und unterstützen sie in ihrem kreativen Tun. Die Kinder lernen sich zu konzentrieren: Sie beobachten Ameisen, sie untersuchen Tierspuren oder hantieren und gestalten mit Naturmaterialien.
Für uns gilt: zuerst Sicherheit, dann Spiel. Draussen ist bei uns der Regelfall, nicht die Belohnung. Wir empfangen Kinder und Eltern als Gastgeberinnen, geben Halt und laden von dort aus zum Entdecken ein.
In der Natur wird die Sinneswahrnehmung durch die vielfältigen Eindrücke geschult und fördert entsprechend Wahrnehmungsfähigkeit und Intelligenz:
Sehen – Die bunten Herbstblätter, die grauen Wolken und den Regenhimmel, den Ameisenhaufen mit Musse betrachten, entdecken und beobachten. Die vielfältigen Formen und Farben der natürlichen Umgebung wirken beruhigend auf die Seele.
Hören – Die Stille der Natur lässt die Kinder horchen und lauschen: die raschelnden Blätter, die Vogelstimmen, der prasselnde Regen, der Wind in den Bäumen.
Riechen – Im Wandel der Jahreszeiten treten verschiedene Gerüche auf, denen die Kinder gerne nachgehen: der moosige Waldboden, die Blumen auf der Wiese, der harzige Ast.
Schmecken – Das Schmecken und Probieren erfolgt mit der nötigen Sorgfalt (Waschen, Erhitzen usw.): ein nasses Blatt, die süssen Walderdbeeren, der leicht bittere Löwenzahn.
Fühlen – Hartes und Weiches, Glattes und Raues, Trockenes und Nasses regen die Wahrnehmung durch die Haut an: die haarige Raupe, der raue Tannenzapfen, die feinen Blütenblätter, die stacheligen Sträucher, die gefurchte Baumrinde, das weiche Moos, der glatte Stein, der glitschige Lehm.
Wichtige übergeordnete Lernziele sind dabei:
Die Natur ganzheitlich erleben
Faszination für den Wald wecken
Eine wertschätzende Beziehung zur Natur aufbauen
Die Jahreszeiten in ihrem Wechsel und die Schönheit der Natur bewusst wahrnehmen – Sonne, Wind, Regen und Schnee spüren
Den offenen Raum wahrnehmen und sich darin bewegen
ABC – alles Wichtige auf einen Blick
Abholen: Im Sommer sind wir ab 17:00 Uhr wieder zurück vom Wald; ab dann könnt ihr eure Kinder beim Naturehaus abholen – bis spätestens 19:00 Uhr. Im Winter sind wir am Nachmittag im Naturehaus; ihr könnt eure Kinder ab 14:30 Uhr und ebenfalls bis 19:00 Uhr abholen.
Ansprechperson: Bitte wendet euch bei Fragen oder Anliegen an unser Natureteam: nature@playground-edu.ch oder per Telefon 077 471 00 13.
Aufsichtspflicht und Übergabe: Die Aufsichtspflicht beginnt mit der persönlichen Übergabe eures Kindes an eine Pädagogin und endet, wenn ihr es wieder in Empfang nehmt. Bitte übergebt und verabschiedet euer Kind darum immer direkt bei einer Pädagogin. Auf dem Hin- und Rückweg liegt die Aufsicht bei euch.
Bis 08:30 Uhr: Die Kinder und Eltern werden von der verantwortlichen Pädagogin willkommen geheissen; eine reguläre Übergabe mit detailliertem Informationsaustausch ist möglich. Bei Kindern, die bis 08:30 Uhr gebracht werden, übernimmt das Team gerne das Eincremen und das Anziehen der äusseren Schichten.
Zwischen 08:30 und 09:00 Uhr: Ab 08:45 Uhr startet die Pädagogin mit den bereits anwesenden Kindern ein erstes pädagogisches Angebot; eine lernende oder vorlernende Person nimmt die Kinder entgegen. Ein ausführlicher Informationsaustausch ist dann nicht möglich, da die Infos direkt zur Pädagogin gelangen müssen – ihr könnt sie später telefonisch erreichen. Kinder, die nach 08:30 Uhr gebracht werden, müssen bereits eingecremt und wettergerecht angezogen sein.
Bildungsangebot: Bei PLAYground nature haben die Kinder zu jeder Jahreszeit die Möglichkeit, Erlebnisse und Erfahrungen in der Natur zu machen – unser Natureangebot findet auch im Winter statt. Dabei werden ganz unterschiedliche Bereiche wie Wald, Feld und Wiese, Teiche, Tiere, Insekten und die Zusammenhänge der Jahreszeiten als Lern- und Erfahrungsfeld genutzt. Am Nachmittag stehen oft Entdeckungstouren im Wald im Zentrum: Wir erkunden neue Plätze, gehen Spuren und Fundstücken nach und folgen den Interessen der Kinder. Die Kinder entdecken die Natur auf spielerische Weise und werden dabei von den Pädagoginnen begleitet und unterstützt.
Datenschutz und Fotos: In der Naturegruppe entstehen Fotos für die Dokumentation und die Elterninfowand. Wir gehen sorgfältig mit Bildern eurer Kinder um und verwenden sie nur im vereinbarten Rahmen. Eure Einwilligung sowie den Umgang mit Kinder- und Elterndaten regeln wir separat; bei Fragen wendet euch ans Natureteam.
Erreichbarkeit: Die Zeit in der Natur gehört vorwiegend den Kindern. In dringenden Fällen ist das Team über das Naturetelefon 077 471 00 13 erreichbar. Für nicht dringende Anliegen schreibt bitte eine Mail an nature@playground-edu.ch.
Essen: Das Essen wird von unserem Team vor Ort frisch über dem Feuer zubereitet – wo immer möglich regional, saisonal und vegetarisch. Die Kinder helfen bei der Zubereitung gerne mit. Manchmal bereitet unsere Köchin das Essen als Picknick vor, das wir mitnehmen. Bei Feuerverbot (etwa bei Trockenheit) nehmen wir das Essen aus unserer Küche mit. Im Winter essen wir drinnen im Naturehaus und geniessen das Essen aus der Küche von PLAYground.
Feuer: Auch das Element Feuer kommt bei uns nicht zu kurz. Das Thema ist für die Kinder sehr spannend; wir vermitteln ihnen den richtigen und sicheren Umgang damit. Sicherheit hat auch hier erste Priorität: Die Kinder werden am Feuer permanent von Pädagoginnen beaufsichtigt, und für den Ernstfall stehen immer genug Wasser und eine Löschdecke bereit.
Fuchsbandwurm: Ein kleiner Bandwurm, der im Dünndarm von Füchsen lebt. Die Gefahr für Menschen geht von Lebensmitteln aus, die mit Fuchsbandwurmeiern (im Fuchskot) verunreinigt sind. Trotz steigender Fuchsbestände ist die Ansteckungsgefahr in der Schweiz sehr klein. Für uns heisst das vor allem: keine ungewaschenen oder ungekochten Waldfrüchte essen. Als weitere Schutzmassnahme waschen wir die Hände regelmässig mit Seife und Bürste.
Garderobe: Jedes Kind hat einen Rucksack, in dem wir abends die schmutzige und feuchte Waldausrüstung verstauen. Bitte nehmt diese zum Trocknen mit nach Hause und kontrolliert den Inhalt. In der Garderobe hängt auch unsere Elterninfowand.
Gefahren und Risikokompetenz: Die Pädagoginnen sorgen für einen sicheren, altersgerechten Rahmen. Zugleich dürfen Kinder in einem natürlichen Rahmen lernen, mit Gefahren umzugehen, und stärken so ihre Selbst- und Körperkompetenz. Unser Leitsatz: so viel Sicherheit wie nötig, so viel Wagnis wie möglich. Eine sensibilisierte Körperwahrnehmung senkt die Unfallgefahr.
Hygiene: Wir achten auf gute Hygiene: regelmässiges Händewaschen sowie situationsgerechtes Wickeln und Toilettengehen.
Informationen / Elterninfowand: Aktuelle Infos der Naturegruppe findet ihr an der Elterninfowand im Naturehaus – dort seht ihr auch das aktuelle Thema der Gruppe, Fotos und Eindrücke sowie unser Natureteam.
Jahreszeiten: Wir sind das ganze Jahr über draussen. So erleben die Kinder alle Jahreszeiten und Wetterlagen ganz bewusst mit. Bei extrem schlechtem Wetter (Gewitter, Hagel, Sturm) oder eisigen Temperaturen – ab minus 3 Grad im Winter – nutzen wir die Räumlichkeiten des PLAYground Naturehauses als vielseitigen Rückzugsort, passen das Programm entsprechend an und gehen nur für einen verlängerten Spaziergang oder eine Entdeckungsreise nach draussen. Das Naturehaus ist ebenfalls auf den Lebensraum Natur ausgerichtet, etwa für Experimente oder das Gestalten mit Naturmaterialien. Bei Gewitter sind wir wegen der Unfallgefahr nie im Wald. Für geschütztes Spiel draussen haben wir mehrere beliebte Orte: das GZ Bachwiesen mit Tieren und unserem Schlittelhügel oder das GZ Buchegg mit grossem Kletterpark und weiteren Tieren.
Krankheit: Einen ganzen Tag draussen zu verbringen, kann für angeschlagene Kinder sehr anstrengend sein. Daher können wir nur gesunde Kinder mitnehmen. Bitte informiert uns bei ansteckenden Krankheiten.
Matsch: Ja, auch das Wühlen mit den Händen in der Erde, das Liegen auf dem Waldboden oder das Herumspringen in Pfützen – kurz «Matschen» – gehört zu den Erlebnissen in der Natur. Die Kleidung wird entsprechend oft sehr schmutzig und sollte für optimalen Komfort wasserfest sein.
Notfall: Für Notfälle ist das Team ausgerüstet (Erste-Hilfe-Material, Handy, Notfallnummern) und über das Naturetelefon 077 471 00 13 erreichbar. Das Vorgehen bei Notfällen ist in unserem Notfallkonzept geregelt.
Öffnungszeiten: Unser PLAYground-nature-Angebot ist ganzjährig von Montag bis Freitag von 08:00 bis 19:00 Uhr offen. Die Frühbetreuung von 07:00 bis 08:00 Uhr findet bei der Gruppe Atelier statt. Es gelten die gleichen Öffnungszeiten und Feiertage wie bei den Basisangeboten von PLAYground education.
Pädagogische Schwerpunkte: Die Natur bietet Kindern ein ideales Umfeld für die ganzheitliche Entfaltung. Ihre verschiedenen Bereiche geben viel Raum für Kreativität, Individualität und gemeinsames Staunen. Jedes Kind kann mit allen Sinnen die Natur entdecken, erleben und erforschen und dadurch seine Selbstkompetenzen erweitern. Der weite Naturraum bietet zudem mehr Gelegenheit, sich über längere Zeit und ungestörter in eine eigene Beschäftigung zu vertiefen, als es in einer regulären Gruppe möglich ist.
Rituale: Wiederkehrende Rituale geben Halt und Zugehörigkeit. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir uns im Kreis versammeln, bevor wir in den Wald gehen und bevor wir wieder heimkehren. So erleben die Kinder Verlässlichkeit und das Gefühl, dazuzugehören.
Schlafen: Für Kinder, die noch einen Mittagsschlaf machen, stehen situationsgerechte Schlafmöglichkeiten bereit. Bei schönem Wetter schlafen die Kinder draussen im Wald, im Winter im Naturehaus. Sie dürfen im Sommer wie im Winter so lange schlafen, wie sie möchten.
Süssigkeiten und Spielsachen: Für Essen und naturinspirierte Spielangebote ist gesorgt. Wir sind euch dankbar, wenn ihr eurem Kind keine Süssigkeiten oder Spielsachen mitgebt. Ausnahme: Ein beliebtes Spielzeug oder Stofftier zum Schlafen darf natürlich mitkommen.
Wald- und Naturregeln: Wir nehmen nichts in den Mund und berühren keine Pilze oder toten Tiere. Wir pflegen einen respektvollen Umgang mit der Natur und hinterlassen ausser unseren Fussspuren nichts zurück.
Zecken: Wenn wir eine Zecke finden, entfernen wir sie und markieren die Einstichstelle mit einem Filzstift. Ihr werdet bei der Übergabe direkt informiert. Bitte beobachtet die Stelle in den nächsten drei Wochen; falls sich etwas verändert, empfehlen wir einen Arztbesuch. Zur Sicherheit sucht euer Kind nach jedem Naturetag zu Hause noch einmal gründlich ab.
Ausrüstungsempfehlungen für euer Kind
Bitte kennzeichnet die Ausrüstung und Schuhe der Kinder deutlich – vielen Dank. Das hilft uns enorm, alles richtig zuzuordnen.
Kleider
Die verschiedenen Schichten:
Auf der Haut:Auf der Haut getragene Textilien sollten nicht aus Baumwolle sein. Baumwolle nimmt viel Feuchtigkeit auf, was dazu führt, dass man eher friert. Für Schichten die direkt auf der Haut getragen werden, empfehlen sich Textilien aus atmungsaktiven Fasern, Wolle oder Seide, oder z.B. so genannte Thermo – Unterwäsche.
Mittelschicht:Wärmeisolierende, atmungsaktive Zwischenschicht(en): Pullover, Fleece, dickere Gewebe wärmen besser und sind strapazierfähiger (weniger Löcher)
Aussenschicht: Wind und Regen abweisende, atmungsaktive Aussenschicht.
Rucksack
Möglichst wasserabweisend oder mit Regenhülle versehen.
Aussen Fach- und Brustgurt (verhindert das Herunterrutschen der Schulterriemen; Alternative: Klett-Skibändel)
Regenkleider (Jacke mit Kapuze und Regenhose) bei Regenwetter entweder angezogen oder im Rucksack (auch im Sommer kann es zu unvorhergesehenen Sommergewittern kommen)
Empfehlungen für die warme Jahreszeit
Lange Hose auch im Sommer als Zeckenschutz
Langärmliges Oberteil
Socken (keine Baumwolle), lang genug um sie als Insektenschutz 4cm über die Hosen zu stülpen
Pullover oder Faserpelzjacke angezogen oder im Rucksack (im Wald ist es kühler)
Wasserdichte Wander- oder Trekkingschuhe/ Gummistiefel bei Regenwetter (keine Sandalen)
Kopfbedeckung am besten mit Nackenschutz
Matschhose angezogen oder im Rucksack (Waldboden kann feucht sein)
Je nach Wetter Sonnenschutzmittel einreiben vor dem Zeckenschutzmittel
Zeckenschutzmittel einreiben (ca. März bis November)
Getränk: 3 bis 5dl – Flasche mit für Kinder bedienbarer, kleiner Trinköffnung (damit keine Insekten unbemerkt hineinkommen).
Empfehlungen für die kalte Jahreszeit
Lange Unterhose (keine Strumpfhosen, da ev. Socken gewechselt werden müssen)
Socken (ev. 2 Schichten, keine Baumwolle)
Langärmliges Unterziehleibchen
Hosenzwischenschicht
Pulli- Zwischenschicht, Fleece- oder Faserpelzjacke
Ev. Zweiteiligen Ski Anzug (wegen WC- Gang und Wickeln); da selten: wasserdichte gefütterte Matschhosen und Regenjacke darüber ziehen.
Ohrendeckende Mütze (Sturmkappe / Roger Staub–Kappe wäre ideal, da Mütze und Schal kombiniert. Diese verrutscht weniger und hat Platz unter der Kapuze) Dünne Fingerhandschuhe (oder zum Aufklappen) für feinmotorische Aktivitäten bei Angeboten oder Essen.
Fausthandschuhe wasserfest, sehr warm – zum Spielen
Sehr warme, gefütterte und wasserdichte Winterschuhe
Getränk: 3 bis 5dl – Thermosflasche für Kinder bedienbar (Alternative zur Thermosflasche: Flasche in Wollsocke stecken)
Equipment recommendations for your child (English summary)
Please mark your child's equipment and shoes clearly – thank you. It helps us enormously to assign everything correctly.
Clothing
We dress children in layers:
Base layer (on the skin): avoid cotton – it absorbs moisture and makes children feel cold. Choose breathable fibres, wool or silk, or thermal underwear.
Mid layer: an insulating, breathable layer such as a jumper or fleece; thicker fabrics keep children warmer and last longer.
Outer layer: a wind- and rain-repellent, breathable shell.
Backpack
Water-repellent, or fitted with a rain cover.
With a chest strap so the shoulder straps don't slip down (a Velcro ski strap works as an alternative).
Spare underwear, socks, trousers and a long-sleeved top inside (gloves in winter).
A rain jacket with hood and rain trousers – worn or packed, as the weather requires.
Recommendations for the warm season
Long trousers, even in summer, as tick protection.
A long-sleeved top.
Socks (no cotton), long enough to pull about 4 cm over the trouser legs as insect protection.
A jumper or fleece, worn or packed (it is cooler in the forest).
Waterproof hiking or trekking boots, or rubber boots in wet weather (no sandals).
Headgear, ideally with neck protection.
Mud trousers, worn or packed (the forest floor can be damp).
Sunscreen, applied before the tick repellent (depending on the weather).
Tick repellent (roughly March to November).
A drink: a 3–5 dl bottle with a small, child-friendly opening (so insects can't get in unnoticed).
Recommendations for the cold season
Long underwear (no tights – socks may need changing).
Socks (no cotton; two layers if needed).
A long-sleeved undershirt.
A trouser mid layer.
A jumper mid layer and a fleece jacket.
Optionally a two-piece snowsuit (easier for the toilet and nappy changes); waterproof lined mud trousers with a rain jacket over the top also work.
An ear-covering hat (a balaclava or «Roger Staub» cap is ideal – hat and scarf combined, slips less, fits under the hood). Thin gloves (or fold-over mittens) for fine-motor activities and meals.
Waterproof, very warm mittens for playing.
Very warm, lined, waterproof winter boots.
A drink: a 3–5 dl thermos with a child-friendly opening (or put the bottle in a wool sock).