Schutzkpnzept verkürzt_2026

Schutzkpnzept verkürzt_2026



PLAYground Education – Schutz- und Verhaltenskodex

Klare Grenzen und Prävention von Übergriffen



1. Verhalten zählt, nicht die Absicht

  • Check Mark Button Erlaubt / korrekt: Auf Augenhöhe mit dem Kind sprechen, Handlungen ankündigen.
  • Warning Vorsichtig / Reflexion: Unsicheres Verhalten beobachten, z. B. Kind auf den Schoss nehmen, aber sofort loslassen und Teamgespräch nachträglich führen.
  • Cross Mark Verboten: Kinder ohne Rückfrage auf den Schoss setzen oder wiederholt Kosenamen verwenden.


2. Nähe & Distanz – klare Regeln

  • Jede Fachkraft ist verantwortlich für den Schutz der Kinder und die Wahrung eigener Grenzen.
  • Intimbereiche dürfen nie berührt werden, Küssen ist nicht erlaubt.
  • Intimsituationen (Wickeln, Toilette, Umziehen, Schlafen) erfolgen immer unter Schutzmaßnahmen: Tür offen, Handlungen angekündigt, Team informiert.
  • Warning Besondere Vorsicht bei Aktivitäten außerhalb der Einrichtung: Kinder dürfen nie alleine von einer Fachkraft begleitet werden – z. B. beim Einkaufen, auf Spaziergängen oder zu Terminen. Mindestens zwei Fachkräfte müssen anwesend sein.
Beispiele:
  • Check Mark Button Kind bittet um Umarmung → Nähe altersgerecht anbieten, sofort beenden, wenn das Kind loslässt.
  • Warning Fachkraft plant einen kurzen Einkauf mit einer Kleingruppe → sicherstellen, dass mindestens zwei Mitarbeitende dabei sind, Team informieren.
  • Cross Mark Streicheln von Intimbereichen, Küssen, unangemessene Nähe.


3. Transparenz schützt

  • Alle sensiblen Situationen werden klar kommuniziert.
  • Angebote finden sichtbar oder mit zwei Mitarbeitenden statt.
  • Private Kontakte und Kommunikation über private Geräte sind verboten.
  • Warning Außeneinsätze / Transporte von Kindern: Nie alleine; vorher Team informieren, Sicht- und Rufkontakt sicherstellen.
Beispiele:
  • Check Mark Button Toilettengang oder Wickeln wird dem Team angekündigt, Tür bleibt offen.
  • Warning Spaziergang im Park mit Gruppe → nur mit mindestens zwei Fachkräften, Kommunikationsplan vorher.
  • Cross Mark Kinder heimlich fotografieren oder in Intimsituationen ablichten.


4. Verantwortung aller Teammitglieder

  • Alle tragen Verantwortung, Verstöße zu melden.
  • Hierarchien spielen keine Rolle: Jede/r ist gleich verantwortlich.
  • Warning Beaufsichtigung außerhalb der Einrichtung: Jede/r Mitarbeitende ist verantwortlich, dass Kinder nie alleine betreut werden; bei Unsicherheiten Teamrat einholen.
Beispiele:
  • Check Mark Button Kollegin beobachtet riskante Situation → spricht sie an und informiert Leitung.
  • Warning Eine Fachkraft begleitet Kinder zu einem externen Ort, ist sich nicht sicher, ob alle Regeln eingehalten werden → sofort Rücksprache mit Teamleitung.
  • Cross Mark Grenzverletzungen ignorieren oder verheimlichen.


5. Prävention sexueller Übergriffe

  • Einheitliche, sachliche Benennung von Körperteilen: Penis, Vulva, Hintern.
  • Sexualisierte Spiele, gezieltes Berühren von Intimbereichen oder verdeckte Handlungen verboten.
  • Kinder werden gestärkt, eigene Grenzen zu erkennen und zu äußern.
  • Warning Außenaktivitäten: Beobachtung der Kinder besonders genau, Reflexion bei ungewöhnlichen Situationen oder neuen Gruppen.
Beispiele:
  • Check Mark Button Kinder dürfen sich gegenseitig zeigen → Fachkraft beobachtet neutral, greift nur bei Grenzverletzung ein.
  • Warning Kinder zeigen sich während eines Spaziergangs spielerisch → Fachkraft beobachtet, Teamabsprache danach.
  • Cross Mark Doktorspiele, gezieltes Berühren von Intimbereichen, verdeckte Handlungen.


6. Umsetzung & Reflexion

  • Neue Mitarbeitende unterschreiben den Kodex und besprechen ihn in der Einarbeitung.
  • Team reflektiert konkrete Alltagssituationen regelmäßig.
  • Fortbildungen zu Nähe, Distanz und Prävention finden kontinuierlich statt.
  • Warning Außeneinsätze: Neue Mitarbeitende reflektieren gemeinsam mit erfahrenen Kolleg:innen, wie sie Aktivitäten außerhalb der Einrichtung sicher gestalten.
Beispiele:
  • Check Mark Button Reflexion von Wickeln, Schlafen, Trösten in Gruppengesprächen.
  • Warning Unsicherheiten beim Einkaufen oder Ausflügen → im Team klären, Handlungsplan definieren.
  • Cross Mark Standards ignorieren, Reflexion auslassen, Wissenslücken nicht klären.


7. Grundhaltungen

  • Check Mark Button Erlaubt / korrekt: Respektvoller Umgang, Bewusstsein über Verantwortung, Trennung von Beruf und Privatleben, Schutz der körperlichen und seelischen Integrität der Kinder.
  • Warning Vorsichtig / Reflexion: Unsicherheiten in Bezug auf Nähe oder Aktivitäten außerhalb der Einrichtung → im Team reflektieren und planen.
  • Cross Mark Verboten: Respektloses Verhalten, private Kontakte, Missachtung der Kindergrenzen.


8. Ampel-Übersicht für Handlungen

Farbe
Bedeutung
Beispiele
Check Mark Button Grün
erlaubt, korrekt, pädagogisch sinnvoll
Nähe auf Wunsch des Kindes, Wickeln mit Ankündigung, Beobachtung bei Körperzeigen unter Kindern ohne Berührung der Intimbereiche
Warning Gelb
vorsichtig, Reflexion nötig, Teamabsprache empfohlen
Trösten / Nähe bei Unsicherheit, kleine Hilfestellungen, Kinder zeigen sich gegenseitig, Unsicherheiten neuer Mitarbeitender, Nähe oder Betreuung bei Aktivitäten außerhalb der Einrichtung, z. B. Einkaufen oder Spaziergänge
Cross Mark Rot
verboten, Grenzverletzung, Übergriff
Streicheln Intimbereich, Küssen von Kindern, Doktorspiele, verdeckte Handlungen, heimliches Fotografieren