Der vorliegende Verhaltenskodex wurde im Auftrag der Geschäftsleitung von PLAYground education erstellt und ist für alle Mitarbeiter/innen von PLAYground education verbindlich.
Der Verhaltenskodex ist unser Leitfaden für institutionelle Prävention sexueller Ausbeutung. Massnahmen zur Prävention sind notwendig, um potenzielle sexuelle Übergriffe zu verhindern und um Grenzüberschreitungen bereits im Vorfeld aktiv zu begegnen.
Ausgangslage - Strategien der Täter und Täterinnen
Bei der Aufarbeitung sexueller Übergriffe hat sich wiederholt gezeigt, dass subtile Grenzverletzungen und Distanzverluste dem eigentlichen sexuellen Übergriff vorausgehen. Was mit feineren Grenzverletzungen beginnt wird schleichend und im Verborgenen erweitert. Wir müssen davon ausgehen, dass Täterinnen und Täter Meister der Manipulation sind. Ungeklärte Situation und Graubereiche werden von ihnen gezielt und strategisch ausgenutzt um die geplante sexuelle Ausbeutung systematisch vorzubereiten. Das bedeutet in der Konsequenz, dass wir als Team in der Lage sein müssen bereits niederschwellige Grenzverletzungen bewusst wahrzunehmen und sofort in die Kommunikation zu bringen. Dafür sind für alle verbindliche Standards und eine transparente Kommunikationskultur entscheidend.
Ziele dieses Verhaltenskodexes:
Schwellen erhöhen für potenzielle Täter/innen
Auch Nicht-Täter/innen können unbeabsichtigt Grenzverletzungen begehen (z. B. durch Unachtsamkeit, Unerfahrenheit oder Rollenunsicherheit).
Die Absicht macht jemanden zur Täterin oder zum Täter, diese Absicht ist jedoch nicht von außen erkennbar.
Es ist nicht unsere Aufgabe, die Absicht hinter dem Verhalten anderer Teammitglieder zu interpretieren.
Wir vergleichen das beobachtbare Verhalten mit unseren Standards und bringen Abweichungen konsequent in die Kommunikation ein.
Offene und klar kommunizierte Standards ermöglichen es, auch kleinste Grenzverletzungen sachlich zu thematisieren.
So wird das Handeln für das Team sicherer und die Schwelle für potenzielle Täter/innen deutlich erhöht.
Transparenz, Sicherheit und Schutz
Pädagogische Arbeit umfasst auch Beziehungsarbeit und erfordert einen bewussten Umgang mit Nähe und Distanz.
Es wird klar geregelt, wie viel Nähe in welchen Situationen erlaubt ist und was verboten ist.
Alle Beteiligten haben Anspruch auf verbindliche Standards für konkrete Alltagssituationen.
Der Verhaltenskodex schafft eine Grundlage, um Diskussionen über Nähe und Distanz im Team sachlich zu führen.
Verbindliche Standards reduzieren das Risiko von Übergriffen und schützen das Team vor Fehlinterpretationen und Missverständnissen.
Verantwortung jedes Teammitglieds
Alle Teammitglieder von PLAYground education sind verpflichtet, die Standards zu kennen und einzuhalten.
Teammitglieder sind verpflichtet, die Einhaltung der Standards bei anderen einzufordern.
Verstöße gegen die Standards müssen in jedem Fall kommuniziert und der Geschäftsleitung gemeldet werden.
Hierarchien spielen dabei keine Rolle – jede/r ist gleichermaßen verantwortlich.
Die Schweizer Gesetzgebung ist integraler Bestandteil des Verhaltenskodex.
Umsetzung und Weiterentwicklung dieses Verhaltenskodexes
Neu eintretende Mitarbeiter/innen
Jede neu eintretende Teamplayerin und jeder neu eintretende Teamplayer erhält das Verhaltenskodex zur Unterzeichnung.
Die Stelle darf erst angetreten werden, wenn der Strafregisterauszug und der unterzeichnete Kodex vorliegen.
Das Konzept wird in der Einarbeitungsphase gemeinsam mit der Gruppenleitung besprochen, offene Fragen können geklärt werden.
In allen drei Probezeitgesprächen wird das Verhalten der neuen Mitarbeitenden auch in Bezug auf die definierten Standards besprochen und beurteilt.
Umsetzung mit dem bestehenden Team
Der Verhaltenskodex kann in jedem regulären Teamgespräch thematisiert werden.
Beobachtungen, Fragen und Unklarheiten zum Umgang mit Nähe, Distanz und Standards werden offen besprochen.
Die Co-Leitungen der Kindergruppe besprechen regelmäßig in Gruppensitzungen konkrete Fallbeispiele von Unsicherheiten in Bezug auf die Standards.
Ziel ist es, die Beobachtungsgabe, Wahrnehmung und den Umgang mit Grenzfragen zu schärfen.
Entscheidungen, die sich aus den Fallbesprechungen ergeben, können in den Kodex aufgenommen werden.
Überprüfung und Weiterentwicklung des Standards
PLAYground education richtet eine interne Steuerungsgruppe ein, die regelmäßig für die Überprüfung und Aktualisierung dieses Kodex verantwortlich ist.
Änderungen am Kodex bedürfen der Zustimmung der Trägerschaft.
Die Steuerungsgruppe organisiert interne Weiterbildungen zu den Themen Prävention sexueller Übergriffe, frühkindliche Sexualität und Umgang mit Doktorspielen und steht als Ansprechpartner für alle Teammitglieder zur Verfügung.
Die Gruppe setzt sich aus Mitarbeitenden aller Hierarchiestufen und Abteilungen zusammen (Geschäftsleitung, Teamleitungen, Pädagoginnen, Lernende und Vorlernende).
Die Erfahrungen aus der Praxis und das erworbene Fachwissen fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Kodex ein.
Bei Bedarf unterstützt die Fachstelle Limita die Trägerschaft und die Steuerungsgruppe als externer Ansprechpartner.
Grundhaltungen
Ich bestätige, dass ich die folgenden Grundhaltungen von PLAYground education eindeutig und vollständig unterstütze und einhalte.
Ich gestalte den Umgang mit allen Menschen – Kindern, Eltern, Teammitgliedern, Lieferanten und Partnern – stets respektvoll, achtsam und wertschätzend.
Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst, die sich aus meiner körperlichen und geistigen Überlegenheit gegenüber Kindern ergibt, und setze diese jederzeit zum Wohl der Kinder ein, um Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung zu bieten.
Mein Ziel ist es, eine partnerschaftliche Beziehung zu den Kindern aufzubauen, ihre Bedürfnisse anzuerkennen, auf Augenhöhe zu kommunizieren und sie aktiv in Entscheidungen einzubeziehen.
Alle meine Handlungen orientieren sich an dem professionellen Anspruch, hochwertige und liebevolle pädagogische Arbeit zu leisten. Besonders in pflegerischen und unterstützenden Tätigkeiten achte ich auf höchste Standards, um die körperliche, geistige und seelische Integrität der Kinder zu wahren.
Ich respektiere die Einzigartigkeit jedes Kindes, fördere seine Entwicklung und achte darauf, die Würde oder Individualität eines Kindes nicht zu verletzen.
Gewalt in jeglicher Form – physisch, psychisch oder verbal – lehne ich konsequent ab.
Ich gehe achtsam mit Grenzen um, achte auf die Grenzen anderer und meine eigenen und handle stets verantwortungsvoll.
Allen Menschen begegne ich offen, wertschätzend und respektvoll – unabhängig von Herkunft, Kultur, Religion oder sexueller Orientierung.
Nähe und Distanz in meiner beruflichen Rolle
Im Rahmen meines beruflichen Auftrages trage ich die persönliche Verantwortung für die Einhaltung der vorgegebenen, professionellen Grenzen:
Ich trenne Beruf und Privatleben konsequent, um klare professionelle Grenzen zu wahren.
Private Kontakte zu Kindern oder Eltern von PLAYground education, wie Babysitting oder private Anlässe (z. B. Kindergeburtstage), finden nicht statt.
Ich achte stets auf einen professionellen Umgang mit Nähe und Distanz.
Wenn ein Kind Nähe sucht, biete ich diese bewusst und altersgerecht an, unter Berücksichtigung der Grenzen des Kindes und meiner eigenen.
Der Impuls für Nähe geht immer vom Kind aus; seine Signale respektiere ich jederzeit.
Möchte ein Kind die Nähe beenden, reagiere ich sofort und respektvoll – verbal oder non-verbal.
Beim Trösten biete ich dem Kind auf Wunsch Sicherheit, Wärme und Zuwendung in angemessener Form..
Team- und Kommunikationskultur
Ich reflektiere meine beruflichen Handlungen offen gemeinsam mit Teammitgliedern, Vorgesetzten sowie in Weiterbildungen und Supervisionen, um die pädagogische Qualität kontinuierlich zu fördern.
Ich nehme fachliches Feedback dankbar an und nutze es, um mein Verhalten bewusst weiterzuentwickeln.
Wenn ich beobachte, dass Standards nicht eingehalten werden oder Grenzverletzungen vorkommen, handle ich zeitnah und unterstützend, um die Situation zu klären.
Ich informiere die Geschäftsleitung sachlich und transparent über die Situation, um Sicherheit und Schutz für Kinder und Team zu gewährleisten.
Die folgenden Standards sind nach Schlüsselsituationen gegliedert und regeln den detaillierten Umgang mit den einzelnen Situationen. Alle Teammitglieder von PLAYground sind zu 100% verpflichtet diese Regeln einzuhalten.
Wickeln
Bei PLAYground dürfen alle Teammitglieder wickeln, die eine Beziehung zum Kind aufgebaut haben und eine fachliche Einführung in das Wickeln erhalten haben. Ausnahme: Kinder unter 4 Monaten werden nicht von Vorlernenden gewickelt werden. Beim Wickeln gelten die folgenden Regeln:
Wenn ich wickeln gehe, informiere ich immer meine Teammitglieder.
Wir wechseln uns beim Wickeln der einzelnen Kinder ab.
Ich spreche vor und während dem gesamten Wickelprozess mit dem Kind. Ich informiere das Kind laufend über meine Handlungen und achte auf die Signale des Kindes. Ich entspreche den Bedürfnissen des Kindes so weit wie möglich (eigene Grenzen, Sicherheit).
Ich benenne die Geschlechtsteile korrekt und einheitlich: Penis, Vulva, Hintern, Brüste. Ich verzichte dabei auf Verkleinerungsformen und Kosewörter.
Ich schütze die Intimsphäre des Kindes.
Ich lasse die Tür zum Wickeltisch immer offen.
Das Kind wird bei Bedarf eingecremt dabei lassen wir den Intimbereich aus
Ich bade Kinder im Badezimmer nur dann, wenn es notwendig ist. Dabei ist immer ein zweites Teammitglied dabei.
Toilettengänge und Trocken werden
Kinder gehen nie alleine auf die Toilette, sondern sie werden immer von uns begleitet.
Ich informiere meine Teammitglieder, wenn ich ein Kind auf die Toilette begleite.
Wir wechseln uns ab bei der Begleitung der Kinder.
Die Badezimmertüre bleibt immer geöffnet
Ich gehe mit dem Kind bis zur Toilettenkabine, und falls ich dem Kind in der Kabeine helfe ist die Türe offen
Ich schaue beim Toilettengang nicht zu, um die Intimsphäre des Kindes zu wahren.
Das Kind darf die Toilettentüre selbständig zuziehen.
Ich biete Hilfestellung an. Wenn ein Kind Hilfe benötigt, begleite ich alle meine Handlungen verbal und beziehe das Kind mit ein (z.B. „Brauchst du Hilfe beim Hose schliessen?“ „Brauchst du Hilfe beim Abputzen?“).
Schlafen
Ich zwinge kein Kind zum Schlafen.
Wir wechseln uns bei der Begleitung der Kinder zum Schlafengehen ab.
Ich informiere meine Teammitglieder, wenn ich mit einem Kind in den Schlafraum gehe.
Ich stelle sicher, dass das Babyphone im Schlafraum der Kleinstkinder immer eingeschaltet ist.
Ich gewährleiste regelmässige Einblicke in den Schlafraum.
Ich kommuniziere den Kindern bevor ich mit ihnen ins Schlafzimmer gehe.
Die Windel oder die Unterhose lasse ich Kindern in jedem Fall angezogen.
Ich frage jedes Kind wie es Schlafen möchte (Position, Lage, Kissen, Nuschi, Nuggi etc.) und entspreche seinen Wünschen so weit wie möglich.
Falls das Kind noch einen Nuggi hat und diesen zum Schlafen möchte, gebe ich dem Kind den Nuggi in die Hand (nicht in den Mund). Beim Aufstehen gebe ich ihm dann genügend Zeit den Nuggi selbständig abzugeben.
Ich frage bei jedem Kind und _jedes Mal _nach, ob sich das Kind Berührungen wünscht. Auf Wunsch darf ich ein Kind am Kopf, Rücken, Gesicht oder an Händen und Füssen streicheln. Auf keinen Fall – auch nicht auf Wunsch des Kindes – ist es erlaubt den Hintern, die Innenseite der Oberschenkel, den Penis oder die Vulva zu streicheln.
Ich lege mich nicht hin während der Schlafsituation. Sobald die Kinder eingeschlafen sind hält sich kein Teammitglied länger als eine Minute alleine im Schlafraum auf. Die Türe bleibt dann leicht geöffnet.
Fieber messen
Es ist grundsätzlich nicht unsere Aufgabe Fieber zu messen.
Bei Verdacht auf sehr hohes Fieber messen wir dieses ausschliesslich im Ohr oder an der Stirn.
Körperkontakt
Ich bin für einen professionellen Umgang mit Nähe und Distanz verantwortlich. Die Verantwortung für die Grenzen körperlicher Nähe liegt alleine bei mir – niemals beim Kind.
Ich nehme die Bedürfnisse und Signale der Kinder wahr und passe meine Handlungen und Kommunikationen entsprechend an.
Wenn ein Kind Nähe sucht biete ich dem Kind Nähe, wobei ich die Grenzen des Kindes wie auch meine eigenen wahre.
Der Impuls für Nähe geht dabei _immer _vom Kind aus.
Wenn das Kind die Nähe beenden möchte, entspreche ich diesem (verbalen oder non- verbalen) Wunsch sofort.
Beim Trösten biete ich – auf Wunsch des Kindes - eine wertschätzende und angemessene Zuwendung durch tröstende Worte, längeren Blickkontakt oder auch in den Arm nehmen.
In meiner Rolle als Pädagogin ist das Küssen von Kindern nicht erlaubt.
Ich schütze Kinder vor grenzüberschreitenden Berührungen durch andere Kinder.
Ich streichle niemals den Intimbereich eines Kindes.
Falls eine Wundversorgung / Untersuchung im Intimbereich notwendig ist (etwa nach einem Sturz) hole ich immer eine zweite ausgebildete Pädagogin dazu.
An- und Umziehen
Ich begleite das An- und Umziehen verbal indem ich meine Handlungen benenne.
Wenn sich ein Kind eingenässt hat, achte ich auf Diskretion (im Hinblick auf die anderen Kinder) und ziehe das Kind im Toilettenbereich um. Dabei gelten die gleichen Regeln wie bei anderen Toilettengängen auch.
Sprache
In meiner Rolle als Pädagogin achte ich auf eine wertschätzende, altersgerechte und gewaltfreie Sprache.
Ich nenne jedes Kind bei seinem richtigen Vornamen und verzichte auf die Verwendung von Kosenamen oder Verniedlichungsformen
Die Hauptsprache von PLAYground education ist (Schweizer-)Deutsch.
Aufklärung
Ich bringe von mir aus keinen Themen rund um Sexualität ein.
Ich beantworte von Kindern kommende Fragen zu Sexualität direkt und altersgerecht.
Ich benenne die Geschlechtsteile namentlich korrekt: Hintern, Penis, Vulva. Sexualisierte, abwertende oder obszöne Begriffe sind explizit verboten.
Ich informiere die Eltern wenn ihr Kind sich für das Thema Sexualität interessiert.
Ich stelle den Kindern Materialien (Bücher, CD’s) rund ums Thema Körper („Mein Körper und ich“ sowie „positive und negative Gefühle“) zur Verfügung.
Umgang der Kinder untereinander
Es ist meine Verantwortung, dass die körperliche, geistige und seelische Integrität von Kindern auch im Umgang mit anderen Kindern gewahrt bleibt.
Ich begleite die Kinder zu selbständigen Persönlichkeiten und stärke sie darin, dass sie für sich eigenständig Grenzen setzen und aufrecht zu erhalten. Falls ein Kind dabei Hilfe benötigt, unterstütze ich das Kind, auch wenn es nicht explizit danach fragt.
Bei Grenzüberschreitungen von Kindern untereinander interveniere ich sofort und bespreche das Vorgefallene im Anschluss mit allen Beteiligten.
Kinder dürfen sich ihre Körper gegenseitig zeigen, wobei ich mich als Pädagogin im Hintergrund halte und mich weder verbal noch non-verbal an der Situation beteilige. Sobald ich das Gefühl habe, dass dabei eine Grenze (auch meine eigene!) überschritten wird unterbreche ich die Situation. Wenn die Situation beendet ist, spreche ich mit den Kindern altersgerecht darüber.
Das gezielte Berühren von Penis, Vulva und Hintern (angezogen oder nicht) ist auch Kindern untereinander untersagt und wird von mir unterbrochen.
Die Eltern werden beim Abholen transparent über Grenzüberschreitungen, Körperspiele oder andere ähnliche Handlungen informiert, allerdings ohne Namensnennung anderer Beteiligter Kinder.
Schichten / Früh- und Spätdienste
Pro Abteilung ist immer mindestens eine ausgebildete Person anwesend.
Mitarbeiterinnen werden abwechselnd und rotierend auf verschiedenen Schichten und an den Randzeiten eingesetzt.
Angebote
Mein Angebot wird im offenen Raum durchgeführt oder in einem Raum, welcher von aussen ein sichtbar ist. Nur wenn ich ein Angebot mit mindestens einem weiteren Teammitglied durchführe, darf ich auch ein spezifisches Angebot (z.B. Lichtspiel, Geschichte erzählen) in einem abgedunkelten Raum durchführen.
Ich zwinge kein Kind zu einer Aktivität oder zur Teilnahme an einem Angebot.
Ich stelle sicher, dass die Kinder angemessen gekleidet sind. Windeln, Unterhosen oder Badehosen bleiben bei jedem Fall angezogen.
Spaziergänge und Ausflüge
Ich gehe nie alleine nach Draussen mit einer Kindergruppe, sondern immer mindestens zu zweit. Dabei muss immer ein ausgebildetes Teammitglied dabei sein.
Ich stelle sicher, dass die Gruppe immer zusammenbleibt – bei verschiedenen Angeboten ist die Sicht – und Rufnähe der einzelnen Untergruppen jederzeit zu gewährleisten.
Wenn ein Kind auf die Toilette muss, informiere ich mein Team bevor ich (oder ein anderes Teammitglied) das Kind begleitet. Kinder gehen nie unbegleitet auf die Toilette.
Wann immer möglich gehe ich mit mehreren Kindern gleichzeitig auf die Toilette.
Es ist mir erlaubt mit Kindern auf Männer- oder Frauentoiletten zu gehen.
Die Türe zur WC-Kabine bleibt immer einen Spalt geöffnet.
Ich bleibe immer vor der WC-Kabine stehen oder falls ich reingehe ist die Türe offen. Im Übrigen gelten die gleichen Regeln wie bei anderen Toilettengängen auch.
Versteckspiele werden von Teammitgliedern nicht mitgespielt.
Keller, Büro und Abstellräume
Alle Aufgaben, die ausserhalb der Kinderräume oder der Küche erledigt werden müssen, erledige ich konsequent ohne Kinder (z.B. Waschen, Abfallentsorgung, Einkaufen). Einzige Ausnahme: wenn ich ein geplantes pädagogisches Angebot dazu durchführe.
Fotografieren
Ich verwende ausschliesslich Geschäftstelefone und Geschäftskameras zum Fotografieren von Kindern, Eltern und anderen Teammitgliedern. Alle Fotos werden jeden Abend auf die dafür vorgesehene Dateiablage hochgeladen und dann auf dem Gerät gelöscht. Die Fotos werden in keinem Fall weiter geteilt.
Ich fotografiere nie Kinder in Intimsituationen (Wickeln, Toilette, Umziehen) oder in für das Kind potenziell peinlichen Momenten.
Ich verwende sämtliche Fotos ausschliesslich gemäss der Einwilligung der Eltern auf bookid.
Privatkontakte
Für mich ist Babysitting oder die Teilnahme an privaten Anlässen (z.B. Kindergeburtstage) bei Kindern die bei PLAYground angemeldet sind in jedem Fall untersagt.
Ich informiere die Geschäftsleitung über allfällige bereits bestehende Kontakte zu neu eintretenden oder bestehenden Kunden.
Ich verwende zur Kommunikation mit Eltern ausschliesslich die Geschäftstelefone und Computer mit den dazugehörigen geschäftlichen Telefonnummern und E-Mailadressen.
Die Kommunikation mit Kindern oder Eltern von PLAYground über meine privaten Geräte und Accounts (E-Mail, Facebook, Whatsapp, Twitter oder Ähnlichem) ist in jedem Fall untersagt.
Ich trenne Privates und Berufliches und kommuniziere das auch Eltern gegenüber.
Verpflichtungserklärung
Als Teamplayerin_er identifiziere ich mich mit den hier vorliegenden Haltungen und Richtlinien. Ich melde Verstösse gegen die hier definierten Standards in jedem Fall der Geschäftsleitung. Hierarchien spielen hier keine Rolle. Ich verpflichte mich diese Standards selbst konsequent einzuhalten und damit verbundene Unsicherheiten offen mit meinem Team / meiner Vorgesetzten zu thematisieren. Ich bin mir bewusst, dass eine Verletzung gegen den hier vorliegenden Kodex und der damit verbundenen fachlichen Standards arbeitsrechtlich ein Kündigungsgrund ist.